• Das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau 1941 – 1945

    Das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau
    1941 – 1945

    Filmabend

    Anhaltelager Straflager Haftlager
    Am Nordrand des Haller Friedhofs exhumierten am 12. Mai 1945 amerikanische Soldaten zusammen mit Vertretern des Haller Widerstands neun Leichen.

    An einen der in Hall verscharrten Toten erinnert heute eine Gedenktafel in der Innsbrucker Herrengasse, dort war die Gestapozentrale untergebracht: Ende April 1945, wenige Tage vor der Befreiung, verletzten bei einem Verhör Gestapobeamte den Innsbrucker Radiohändler Robert Moser tödlich.

    Zusammen mit acht russischen Zwangsarbeitern, die im Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau am 24. April 1945 hingerichtet worden waren, wurde seine Leiche in Hall vergraben.

    Am Rand
    Entstanden war dieses Lager am Stadtrand von Innsbruck 1942 als so genanntes Arbeitserziehungslager : ein Haftlager, das von der Geheimen Staatspolizei Innsbruck gemeinsam mit dem Arbeitsamt Alpenland betrieben wurde. Zweck war die Bestrafung und Disziplinierung von Arbeitskräften, insbesondere von Zwangsarbeitern. Die Häftlinge sollten, wie es verharmlosend im NS-Jargon hieß, »durch Arbeit zur Arbeit erzogen« werden. Die Lagerleitung vermietete Häftlinge an lokale Betriebe oder Kommunen, wo sie unter strenger Bewachung schwerste und gefährliche Arbeit wie das Beseitigen von Bombenschäden oder die Entschärfung von Blindgängern nach Bombenangriffen zu verrichten hatten.

    Prozess
    Die Morde und Misshandlungen im Reichenauer Lager vor dem französischen Militärtribunal«, titelte die Tiroler Tageszeitung am 7. Dezember 1948. In diesem Aufsehen erregenden Nachkriegs-Prozess in Innsbruck waren die Aussagen über die Gewalt im Lager eines Zeugen aus Absam entscheidend für die Verurteilung von sechs Gestapo-Beamten.

    Dokumentarfilm
    Im Dokumentarfilm mit dem Titel »Es ist besser nicht zuviel um sich zu schauen. Das Arbeitserziehungslager Innsbruck Reichenau 1941 – 1945« berichten ehemalige Häftlinge aus der Ukraine, Italien, Slowenien und Tirol über das Lager Reichenau.

    [Dauer: 90 Minuten | Originalton mit Untertiteln]

    Eintritt frei 

  • kunterbuntes kinderzimmer

    kunterbuntes kinderzimmer

    handgemachtes selbstgebasteltes

    Ein Wochenende im Gemeindemuseum Absam mit zahlreichen Geschenkideen für das Kinderzimmer oder schon für Weihnachten?

    Puppen, Decken, Taschen, Stofftiere, Mützen, Strampler und vieles mehr aus den Werkstätten von Verena Gostner, Magdalena Sponring, Birgit Klotz und Lydia Stix.

    Freitag 11. 10. …….. 18 bis 21 Uhr
    Samstag 12. 10. …… 14 bis 18 Uhr
    Sonntag 13. 10. …… 14 bis 18 Uhr







  • Maultrommel live

    Maultrommel live

    Die Lange Nacht der Museen im Gemeindemuseum Absam

    Peter Quehenberger wird mit seinen zahlreichen Maultrommeln aus Italien, aus Österreich, aus Afrika und der Mongolei live improvisieren, Volksmusik spielen und das internationale Hosentascheninstrument erklären.

    Die Geschichte der Maultrommel reicht in Tirol bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die ältesten Maultrommel-Funde stammen aus Seefeld, Erpfendorf, Kufstein und Lienz.

    Lange ein Instrument der Gebrauchsmusik, wie zahlreiche Abbildungen von Jahrmärkten zeigen, hat die Maultrommel aber auch in der Kunstmusik eine Rolle gespielt. Johann Georg Albrechtsberger, ein Lehre von Ludwig van Beethoven (über den er gemeint hat: »[Er wird] … nie was Ordentliches machen«), hat um 1750 drei Maultrommelkonzerte komponiert.

    Aber auch noch im 19. Jahrhundert erregte dieses Hosentaschen-Instrument zum Beispiel die (Straf-) Phantasie der Amtskirche: In ihrer Wahrnehmung hatten Burschen damals nicht nur einen Taschenfeitl in der Hosentasche, sondern auch eine Maultrommel eingesteckt. Diese spielten sie bei ihrer Angebeteten am Fenster. Die Mädchen konnten dem erotisierenden Klang der Maultrommel nicht widerstehen und öffneten die Fenster, sodass die vielen ledigen Kinder dieser Zeit und das weit verbreitete Maultrommelspiel von der Geistlichkeit in Zusammenhang gebracht wurde.

    Die katholische Kirche verbot daher im Jahr 1856 das Spiel mit der Maultrommel beim Fensterln unter Androhung strenger Strafen. Dieses Verbot hielt allerdings nur zwei Jahre lang. Eingehalten wurde es wahrscheinlich nie.

    Milliarden Menschen kennen heute die Maultrommel als Soundtrack-Instrument in der Zeichentrickserie »Die Biene Maja«, nämlich, wenn der Grashüpfer Flip springt … Und am 5. Oktober live in Absam …


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

Impressum
Datenschutzerklärung

Objekte