Vortrag von Franz Riegler
Freitag 6. März 19.30 Uhr
Gemeindemuseum Absam
Eintritt frei
Wie Denkmäler für die Landschaft in alten Zeiten stehen heute im Halltal weithin sichtbar die Plattentürme, umgangssprachlich auch »Steinerne Knappen« genannt. Sie lassen Rückschlüsse auf frühere Landschaftsformen zu, denn wenn man das rund um sie weg erodierte Hangmaterial ergänzen würde, dann würde der Talboden des Halltals um mehrere Hundert Meter in die Höhe wandern.
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Hangaufwärts befinden sich auf 1.700 Metern Seehöhe einige kleine Höhlen, die vor ca. 40.000 Jahren – also noch vor der letzten Eiszeit – von Höhlenbären genutzt wurden. Das Tal ist aber auch durch Berg- und Felsstürze, Lawinen- oder Murenabgänge geprägt und verändert worden.
Zwischen 1992 und 2011 haben die Muren allein beim Bettelwurfeck an die 150.000 Kubikmeter Schotter und Geröll abgelagert – Material, das für die Entstehung der Landschaft des Halltals und von Absam prägend gewesen ist. Die Schuttmassen, die sich im Halltal aufgrund der Eiszeit angesammelt hatten, waren das Material, aus dem der Weißenbach den Schwemmkegel aufspülte, auf dem die Gemeinden Absam, Mils und Hall liegen. Dieser Murschuttkegel ist der größte dieser Art in Tirol und drängte den Inn ganz nach Süden ab.
programm
Franz Riegler ist in Hall aufgewachsen, war Lehrer und ist begeisterter Geograph. 2025 hat er ein Buch über die Bergsteigergesellschaft Alpensöhne publiziert.
Am 6. März wird er im Gemeindemuseum u. a. über die Landschaftsprägung durch die Eiszeiten, die Oberflächenformen und das im Halltal und die Naturgefahren und Veränderungen in jüngerer Zeit referieren. Themen werden sein: die Gesteine und die Entstehung der Alpen, Landschaftsprägung durch die Eiszeit(en), ein Blick ins Inntal, die Oberflächenformen im Halltal, das Wasser im Halltal, Naturgefahren und Veränderungen in jüngerer Zeit.
eintrittfrei








