• Spieleabend »Fliegende Zeilen«

    2016-07-01

    Spieleabend »Fliegende Zeilen«

    Ein poetisches Spiel um Sinn und Unsinn

    Freitag, 1. Juli, 20 h
    Sonntag, 3. Juli, 16 h

    Die »Fliegenden Zeilen« laden Sie ein zu einer literarischen Abenteuerreise : Dichter und Lyriker, Erzähler und Fabulierer, galante Redner und charmante Verführer, Sprücheklopfer und Maulhelden – sie alle sind hier gefragt! Aus den Zeilen bekannter Gedichte sollen in 90 Sekunden (nicht Minuten) neue Texte entstehen. Alle dichten gleichzeitig. Goethes Naturlyrik wird spontan zum Krimi und aus den Ritornellen Walpurga Schindls entsteht ein Märchen.

    in drei phasen zur literatur

    Allen Teilnehmer­Innen steht ein Pool von insgesamt 216 poetischen Zeilen Literatur zur Verfügung –  z. B. »Wie mir das Blut im Hirne zuckt« von Annet von Droste-Hülshoff. In Phase eins wird Ihre literarische Aufgabe ermittelt:

    »Lassen Sie sich von der Zeile zu einem Märchen inspirieren«, oder »finden Sie eine bekannte Person, der Sie diese Zeile in den Mund legen«, oder »verwenden Sie die Zeile für ein Plädoyer vor Gericht«. In Phase zwei wird die für alle TeilnehmerInnen gültige Zeile erwürfelt. Sie haben nun 90 Sekunden Zeit, ein überzeugendes Stück Literatur (Tragödie, Schlagzeile, Krimi, Gedicht etc.) zu schreiben. In Phase drei lesen alle DichterInnen ihre Texte vor und anschließend bewerten Sie die literarische Qualität der MitspielerInnen – und umgekehrt.

    für alle, die lust auf sprache haben

    Kommentar einer Testspielerin: » Geeignet ist dieses Spiel für Menschen, die Lust auf Sprache haben, die Konkurrenz nicht scheuen und auch kein Problem damit haben, sich eventuell auch mal lächerlich zu machen « – also im Grunde für alle.

    Poetische Kostprobe am Schluss : Tolle Preise winken!

    eintrittfrei

  • After The Gold Rush

    2016-06-24

    After The Gold Rush

    Exkursion in die Ausstellung von Hans Weigand

    Die Kunsthistorikerin
    Dr. Elisabeth Larcher
    führt durch die Ausstellung

    Treffpunkt
    Freitag 24. Juni – 15 Uhr
    vor der RLB Kunstbrücke
    Adamgasse 1– 7 ( Ibk )

    Anmeldung erbeten
    0 676  /  84  05  32  700
    mats.breit@mac.com

    Hans Weigand beschäftigt sich in seiner Ausstellung »After The Gold Rush« in eigenwilliger Weise mit der Technik des Holzschnittes. Seine Werke sind großformatige Druckstöcke und selten die beim Holzschnitt üblichen Papierabzüge. Er bemalt zunächst die Holzplatten mit Aquarellfarbe und Tusche.

    Mit dem anschließenden teilweisen oder ganzen Herausschnitzen der Abbildung versucht er diese zu »schärfen« und schafft damit seine besondere Ästhetik. Die Bildmotive selbst entstanden digital: montierte Schraffuren und Figuren aus einem Bildarchiv alter Kupferstiche, Buchdrucken und Radierungen.

    Alltag

    Die Secession in Wien meinte zu Hans Weigands künstlerischer Strategie:

    Sie »beruht darauf, banale Alltagsphänomene und als durchschnittlich verstandene Lebensweisen aufzugreifen und deren Formensprache humorvoll zu manipulieren und weiterzubearbeiten. Aus der Welt des Pop kommend ist sein Umgang mit den Codes der Alltagsshow zugleich reflektiert und unterhaltend. Die jeweils verwendete künstlerische Technik spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, denn verknüpft werden Fotografie und Malerei mit Video, Musik, Performance oder Literatur, und ständig kommen neue Experimentierfelder hinzu.«

  • Themenabend mit Livemusik

    2016-06-17

    Themenabend mit Livemusik

    Jacob Stainer: vom Genie zum Wahnsinn und retour

    Themenabend mit Livemusik
    Freitag 17. um 20 Uhr
    Samstag 18. und
    Sonntag 19. Juni
    jeweils um 16 Uhr

    Sie erwartet ein buntes Stainer-Panorama von Genie bis Wahnsinn, von Liebe bis Nation, von Grabstein zu Grabstein … und retour.

    Livemusik am Feitag und Sonntag: Philipp Ossanna (guitar) special guest am Samstag: Dr. Franz Gratl vom Ferdinandeum

    Von der Schwierigkeit der Biografie

    Kein Geburtsdatum, kein Sterbedatum, kein Grabstein, kein Ausbildungsort, kein Lehrling – und trotzdem detailliertes Wissen über Jacob Stainer. Der Musikwissenschaftler Walter Senn resümiert ernüchtert:

    »Stainer und die Literatur sind wahrlich ein Kapitel für sich! Mündliche Überlieferungen, Vermutungen, Dichtungen, richtig und mißverständlich ausgelegte Urkunden, üppige und weniger üppige Phantasie, ja sogar Druckfehler – alles dies vereinigt sich zu einer Mischung, die im Laufe der Zeit ein fast undurchdringliches Dickicht über die verbürgten Nachrichten zu Jakob Stainers Leben gelegt hat.«

    Legenden

    Polizisten, Juristen, Beamte, Physiker, Geologen, Geistliche, Ärzte und vor allem Schriftsteller haben zwischen 1790 und 1910 eine bis heute wirksame »Meistererzählung« über den armen Jacob Stainer produziert. In deren bis heute zitierten Stainer-Schrifttum erfahren wir aber vor allem etwas über dessen Entstehungszeit, das 19. Jahrhundert: die historisch belegte Bedeutung seiner Instrumente genügte im Zeitalter des Nationalismus nämlich nicht mehr.

    No homestory

    Eine Homestory, die der neuen Identitätskonstruktion im weiten Feld von Nation, Glauben, Geschichte und Biografie entsprach, musste formuliert werden. Und wenn materielle Spuren Stainers fehlten, hat man sie eben geschaffen: so wurden beispielsweise in Absam innerhalb weniger Jahrzehnte gleich zwei gefälschte Stainer-Grabsteine angefertigt.

    Eintritt frei


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

Impressum
Datenschutzerklärung

Objekte