• Die nicht mehr wiederkehrende Chance auf Frieden

    2014-11-17

    Die nicht mehr wiederkehrende Chance auf Frieden

    Lesung

    »… Unser armes Volk lebt von Gurken, die viele Darmkrankheiten hervorrufen. Die Zustände werden immer drohender, furchtbarer!«

    Manfried Rauchensteiner zitiert in der Einleitung des 24. Kapitels ein Tagebuch, in dem es um den Jahrhundertsommer 1917 und seine Auswirkungen auf die Versorgungslage in der Monarchie geht.

    Jahrhundertsommer deswegen, weil dieser Sommer, »ein Sommer glühender Sonne« war, der »die Gemüsepflanzen, Kartoffeln, Mais einfach zu Tode röstet.«

    Auf diese und viele andere Symptome einer Gesellschaft im dritten Kriegsjahr reagierten die politisch und militärisch Verantwortlichen mit dem Schlagwort »Durchhalten«. Hinter diesem Durchhalten stand aber oft die harte Hand der auch jenseits der Front zuständigen Militärgerichte.

    tirol

    So hat auch eine Meldung aus Tirol, wonach eine Wirtin wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und schließlich zu einer mehrjährigen Kerkerstrafe »begnadigt« worden sei, weil sie von Offizieren beschimpft worden war und ihrerseits zurückgeschimpft hatte, das Fass zum Überlaufen gebracht.

    Eine umfassende Amnestie für »Verurteilte« dieser Art wurde notwendig, um das »Durchhalten« nicht weiterhin nur auf brutale Repression zu gründen … Weitere Themen: Der Seekrieg in der Otrantostraße, die Amnestie Kaiser Karls 1917, Deserteure an der Ostfront, Friedensfühler und vertane Chancen.

    lesen

    Es lesen Anna und Gerd Jenewein.

  • 2014-11-03

    Lesung aus Manfried Rauchensteiner

    »Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie«

    am kommenden Montag setzen wir unsere Lesereihe über den Ersten Weltkrieg in Thaur fort.

    Es geht bei diesem 21. Leseabend um den Sommer 1917 und die Umrüche innerhalb der Monarchie.
    Die Regierung von Heinrich Clam-Martinic scheiterte nach nur sieben Monaten und auch der ungarische Ministerpräsident Tisza musste gehen … das System frass seine Kinder.

    Themen
    – Clam-Martinic am Ende
    – Das System frisst seine Kinder
    – Die Militärverwaltung in den besetzten Gebieten
    – Tiszas Sturz

    Es liest Reiner Bachor.

  • Eine erste Bilanz

    2014-10-30

    Eine erste Bilanz

    220 Tage nach dem Waldbrand

    Günther Brenner
    (Bezirksforstinspektion),
    Hermann Sonntag
    (Alpenpark Karwendel )
    und Karl Kleemayer
    ( Bundesforschungszentrum für Wald)

    Zahlreiche HelferInnen
    haben im Frühsommer unter der Anleitung der Bezirksforstinspektion am Hochmahdkopf in unzähligen Arbeitsstunden daran mitgearbeitet, den erosionsgefährdeten Boden zu stabilisieren.

    Was nach dem Waldbrand auf dem Spiel stand, darüber haben bereits im März die Medien berichtet:

    »50 Hektar Fläche sind von dem Brand betroffen. In erster Linie muss verhindert werden, dass der Boden – der nach dem Brand ohne Bewuchs ist – von Niederschlägen weggeschwemmt wird. Eine Bepflanzung würde dadurch extrem schwierig werden. Deshalb ist rasches Handeln gefordert … Wenn keine Pflanzen mehr darauf wachsen, ist der Boden ohne Halt und Verfestigung … Es wurde eine spezielle Samenmischung, abgestimmt auf den Boden, die Höhenlage und die Ausrichtung der Hänge des Absamer Vorberges von Naturschutz­ und Forstexperten zusammengestellt. Auf den flächig abgebrannten Latschenfeldern soll zeitgleich die Wiederherstellung der Schutzwirkung durch die Aussaat von Baumsamen wie Birke, Latsche, Mehlbeere und Bergahorn eingeleitet werden.«

    Bilanz
    Die Regenerationsfähigkeit der Natur selbst war damals noch schwer absehbar. Nach der ersten Vegetationsperiode, zahlreichen aktiven Maßnahmen und begleitender Forschung lässt sich eine erste Bilanz ziehen.

    Eintrittfrei

    Eine Veranstaltung von Alpenpark Karwendel und Gemeindemuseum Absam mit freundlicher Unterstüztung der Raiffeisenbank Absam.

    Programm
    Kurzberichte von Günther Brenner (Bezirksforstinspektion),
    Hermann Sonntag (Alpenpark Karwendel) und
    Karl Kleemayer ( Bundesforschungszentrum für Wald)

    Reservierung erbeten:
    0 676 / 84 05 32 700


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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