• fahrrad exkursion

    fahrrad exkursion

    thema: desertion und befreiung
    ziel: hinrichtungsstätte der wehrmacht
    im steinbruch paschberg innsbruck
    beschränkte teilnehmerzahl 
    anmeldung erforderlich:
    0676 / 84 05 32 700 oder mats.breit@mac.com

    Zum 8. Mai, dem Internationalen Tag der Befreiung:

    Am 8. April 1945, einen Monat vor der Befreiung vom Nazismus, berichtete die Sunday Times in London über die Partisanengruppe eines Freiheitskämpfers aus Innsbruck.

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    Der im Artikel genannte Eduard Plattner war einer jener jungen Innsbrucker Deserteure, die bereits seit Anfang Jänner 1945 zur Fahndung ausgeschrieben waren. Auf Schutz- und Almhütten, in Hotels und Gasthäusern in und um Innsbruck suchte der NS-Verfolgungsapparat nach ihnen und ihren Unterstützerinnen. Für ihre Ergreifung waren 2000 Reichsmark Belohnung ausgesetzt. Die Fahndung endete mit der Erschießung von Alois Eberharter in Pradl und der Festnahme von Eduard Plattner, Armin Kofler, Karl Lechner und weiteren 29 Personen, darunter 15 Frauen. Das Gericht der Division 418 in Innsbruck klagte Plattner, Lechner und Kofler an und verurteilte sie am 8. Februar 1945 wegen »gemeinschaftlicher Fahnenflucht im Felde und wegen schweren Raubes als Gewaltverbrecher« zum Tod.

    Eine zentrale Figur dieser Gruppe war Ernst Federspiel, der bereits im April 1943 erstmals desertiert war und bis Herbst 1944 eine ganze Reihe von Festnahmen und gelungenen Fluchten überlebt hatte. Stets hatten ihn dabei seine Eltern – sie kannten als KPÖ-Mitglieder die Illegalität bereits aus dem Austrofaschismus – und Geschwister, Verwandte und Bekannte unterstützt. Im November 1944 gründete er mit Jugendfreunden aus Pradl die Deserteursgruppe, die sich über Wochen erfolgreich verstecken konnte. Eine wichtige Rolle dabei spielten die beiden Kriminalbeamten Alois Kuen und Josef Heiss, die auch die Deserteure im Vomperloch lange vor Verfolgung schützten. Ernst Federspiel wurde erst am 14. März 1945 verhaftet und einen Monat später zum Tode verurteilt. Ein Exekutionskommando der Wehrmacht erschoss ihn am 21. April 1945, elf  Tage vor der Befreiung Innsbrucks, im Steinbruch am Paschberg. Im Gegensatz zur nahen, liebreizend gepflegten soldatischen Landesgedächtnisstätte Tummelplatz erinnert am Paschberg bis heute nichts an die dort zwischen 1940 und 1945 Hingerichteten. Nur ein illegaler Bike Trail führt daran vorbei … 

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  • »Licht aus!«

    »Licht aus!«

    im Missionshaus nach 100 Jahren
    am Samerweg

    Vortrag im Museum

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    Samstag 13. Dezember 15 Uhr
    Sonntag 14. Dezember 15 Uhr
    Eintritt frei

    Im September 1925 zogen die ersten Mill-Hill-Männer mit 7 Studenten am Samerweg im Schloss Spauregg ein. Was damals für den Ansitz Spauregg sprach: die Nähe zum Franziskanergymnasium in Hall und die große, zum Anwesen gehörende Landwirtschaft am Samerweg. Rasch war im »Schloss« eine Notkapelle in einer Dachkammer eingerichtet, sodass im Herbst 1925 mit sieben Schülern in eine 100 Jahre währende Geschichte gestartet werden konnte.

    Ein Vortrag im Museum erklärt die historischen Hintergründe, wie und warum Absam mit dem St. Josefs-Missionshaus zu einem Stützpunkt in einem weltumspannenden Netz von Spiritualität, Bildung, Gesundheitsvorsorge und Zeitgeschichte geworden ist.

  • Remember Gretl Köfler

    Remember Gretl Köfler

    Dienstag 25. November 20 Uhr
    Gemeindemuseum Absam
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    Im September ist Dr.in Gretl Köfler gestorben. Sie war als Historikerin, Autorin, Archivarin, langjährige Mitarbeiterin in der Kulturredaktion der Tiroler Tageszeitung, als Architekturpublizistin in vielfältiger Weise eine Vorkämpferin in Tirol.

    So hat sie bereits 1984 im Buch Widerstand und Verfolgung in Tirol die NS-Krankenmorde in Hall thematisiert und die Opfer der »Euthanasie«-Transporte aus der Heil- und Pflegeanstalt Hall nach Hartheim und Niedernhart das erste Mal namentlich genannt.

    1986 publizierte sie zusammen mit dem Historiker und Verleger Michael Forcher das Buch Die Frau in der Geschichte Tirols*. Dieses Werk gilt bis heute als Pionierarbeit, da es die Rolle der Frau in der regionalen Geschichtsschreibung Tirols erstmals ins Zentrum der wissenschaftlichen und öffentlichen Aufmerksamkeit rückte.

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    ende der helden

    Dementsprechend heißt es im Vorwort: »Die Geschichte Tirols ist reich an ›Helden‹: Friedl mit der leeren Tasche, Kaiser Maximilian, Michael Gaismair, Andreas Hofer, Peter Mitterhofer und viele andere. Bei gegebenen Anlässen werden sie gerne zitiert, um rühmliche Eigenschaften wie Tapferkeit, Vaterlandsliebe, Klugheit, Erfindungsgeist, Weitblick, Wissen, Fortschrittlichkeit auch in unserer Vergangenheit zu verankern. Viele Frauen fühlen sich von dieser Heldengalerie nicht repräsentiert. Damit auch sie sich in der Geschichte wiederfinden, die eigenen Wurzeln erkennen, haben wir versucht, vergangene weibliche Lebensformen aufzuzeigen, Schicksale und Leistungen von Tiroler Frauen zu schildern und Entwicklungslinien ihrer politischen und sozialen Aktivitäten nachzuzeichnen, die bis in die Gegenwart reichen, ohne neue – diesmal weibliche – Heldendenkmäler zu schaffen.«

    Die im letzten Satz des Vorworts formulierte Hoffnung, dass irgendwann einmal Die Frau in der Geschichte Tirols weitergeschrieben werde, um eine Geschichte der Frau in Tirol zu publizieren, blieb allerdings unerfüllt …

    eintrittfrei

    *) Absam kommt naturgemäß im Kapitel über Literatur vor …

  • Stainer und Stradivari in Absam

    Stainer und Stradivari in Absam

    Führung Stainer und Stradivari
    Samstag und Sonntag 8. und 9. November um 15 Uhr
    Gemeindemuseum Absam
    Eintritt frei

    Leider nicht in Absam, aber in Vermillion, South Dakota, ist am 3. Dezember eine Stainergeige aus dem Jahr 1668 und eine Stradivari aus dem Jahr 1693 live zu hören: auf wnax.com ansehen Vielleicht sind Sie in der Gegend?

    Stainer und Stradivari in Absam
    Die beiden Instrumente, die am 3. Dezember in den USA zu hören sein werden (die Stainer zum ersten Mal seit dem Ankauf durch das National Music Museum of South Dakota) können  Sie bei Führungen am kommenden Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr näher kennenlernen. Eintritt frei.
    Vielleicht sind Sie in der Gegend?


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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