• führung durch die ausstellung norbert c. kaser

    führung durch die ausstellung
    norbert c. kaser

    mit benedikt sauer (kaser-biograf)

    Wahrscheinlich als Lehrer in Laas im Vinschgau schrieb norbert c. kaser 1968 seine ersten Gedichte, später markiert er dort seinen »eintritt in die literatur«.

    Laas kennt der Bildungsbürger aber nicht wegen norbert c. kaser, sondern wegen des »strahlend weißen Marmors« dort. Im Gedicht »marmor« zielt kaser auf genau diese Art von Wissen ab, denn wer nur davon wisse, der »weiß noch nichts«:

    »kuwait und new york / wissen marmor zu schaetzen / doch heute liegt er in bergen / vor dem anschlußgleis/ arbeiter nagen an den fingernaegeln /ihre kinder auch / ihre frauen/wissen nicht was kochen / der brach ist wie ein grab- /mahnmal der Wirtschaft« Das Gedicht ist auf den 6. Mai 1968 datiert.

    Eine Woche vor seiner Entstehung sind in den Laaser Marmorwerken Arbeiter entlassen worden. Von Beginn an also fließen in kasers Literatur die Arbeits- und Sozialverhältnisse vor Ort mit ein.

    zwölftafeln

    Auf der ersten Tafel der kaser-Ausstellung des Brenner Archivs, die bis 31. Dezember im Gemeindemuseum Absam zu sehen ist, geht es um die soziale Lage in Laas im Frühjahr 1968 …

    Mehr über norbert c. kaser erfahren Sie am Samstag, 10. Dezember, um 16 Uhr von seinem Biografen Benedikt Sauer, der durch die Ausstellung im Gemeindemuseum Absam führt.

    eintrittfrei

  • »… von der Eisenbahn verschlungen worden.« Wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Auswirkungen der Eisenbahn

    »… von der Eisenbahn verschlungen worden.« Wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Auswirkungen der Eisenbahn

    Vortrag des Wirtschafts- und Sozialhistorikers Wolfgang Meixner

    Die Prä-Dörferbahnära

    Am Freitag, 11. November, veranstalten die beiden altgedienten Eisenbahnkompetenzdörfer Thaur und Absam einen Rückblick auf die bewegte Prä-Dörferbahn-Ära, denn immerhin haben in Thaur und Absam Werner Pirchner und Bert Breit gearbeitet und gelebt, die bereits im 20. Jahrhundert Musik für das bahnbrechende Technik-Drama »Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter« von Fritz von Herzmanovsky-Orlando komponiert haben.

    Eisenbahnwesen

    Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Wolfgang Meixner von der Universität Innsbruck wird in seinem Vortrag einen Überblick über die Entwicklung des Eisenbahnwesens in der österreichischen Kaiserzeit geben.

    Wobei gerade der Absamer Beitrag zur Fortbewegung zu Lande und zu Wasser von Interesse ist, hat doch in den Anfängen der Eisenbahn niemand der Habsburgischen Untertanen einen Eisenbahnwaggon auch nur betreten dürfen, ohne vorher eine Karte der berühmten Firma E. Zawadil, Fabrik von Fahrkarten für Eisenbahnen u. Dampfschiffe gelöst zu haben – und Zawadil verwendet u. a. Papier der der k. k.  priv. mechanischen Papierfabriken Imst – Wattens – Absam.

    Besondere Bedeutung für die Alpenländer hatte der Bau der 1866 konzessionierten »Kronprinz-Rudolf-Bahn«, die die steirische Eisenindustrie mit den oberen Donauländern verband. Die Finanzierung dieser Eisenbahnen war ein leidiges Hin und Her zwischen privater und öffentlicher Finanzierung und die Hauptlinien wurden von einem dichten Netz an Nebenlinien ergänzt und erweitert.

    Umgestaltung

    Wirtschaftlich und sozial bewirkte das Eisenbahnzeitalter eine komplette Umgestaltung – der Verkehr auf der Straße wurde für Jahrzehnte durch die Eisenbahn verdrängt, die so zum ersten Massenverkehrsmittel wurde. Sozial verloren viele Professionen an Bedeutung (Kutscher, Sattler, Wagner, Zaumzeugmacher etc. aber auch das Gastgewerbe).

    Die Eisenbahn war auch der Beginn des modernen Tourismus, weil mit ihr die ersten Touristen sommers aus den Städten Europas in die Alpen kamen …

    Eintritt frei

  • Letztmalig: Geschichte Eichat im Container

    Letztmalig: Geschichte Eichat im Container

    vor der Pfarre Absam-Eichat

    Kommen Sie am Sonntag (zum wirklich letzten Mal) in den Museumscontainer vor der Pfarre Absam-Eichat an der Salzbergstraße, um etwas über die vielfältige Geschichte Eichats zu erfahren – inkl. Rauferei im Halltalerhof, Knochenmühle, Pulverstampfe, »Bravo, Absam« und heidnische Sauereien im Familienbad Eichat). Containeröffnungszeit am Sonntag: 9.30 bis 12 Uhr.

    Anschließend Kegeln wie früher im Halltalerhof.


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

Impressum
Datenschutzerklärung

Objekte