• Jakob Stainer – Von der Schwierigkeit der Biografie

    Jakob Stainer – Von der Schwierigkeit der Biografie

    ORF und ZDF 1971 – Drehbuch & Regie: Bert Breit, Otto Anton Eder, 67 min

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    Tel: 0 676 / 84 05 32 700

    Über die Biografie des weltberühmten Geigenbauers aus Absam ist wenig bekannt. Geburtsdatum und Geburtsjahr, Ausbildungsstätten in Oberitalien, Lehrer und auch das genaue Sterbedatum sind unbekannt.

    Die wenigen gesicherten Daten seines Lebens und seine damals und z.  T. auch heute noch von geltenden Normen abweichende Haltung ( Besitz lutherischer Bücher zu Zeiten der Gegenreformation, Exkommunikation, Weigerung, sein Wissen weiterzugeben ) haben zahlreiche Legenden entstehen lassen. Die TV-Sendung aus dem Jahr 1971 versucht, Leben und Werk Stainers mit Hilfe von Kriminologen, Graphologen, Psychiatern, Religionsphilosophen und Geigenbauexperten zu rekonstruieren.

    Für den Film gaben 1970 der Psychoanalytiker Harald Leupold-Löwenthal und Nicolaus Harnoncourt Interviews. Musikalisch begleitete das Ensemble Concentus Musicus Wien auf Stainer-Instrumenten den Film.

    Jacob Stainer gilt heute als der wichtigste außerhalb Italiens tätig gewesene Geigenbauer des Barock. Seine Instrumente sind bis zur Wende vom 18. auf das 19. Jahrhundert selbst den hervorragendsten Vertretern der Cremoneser-Schule ( Familie Amati ) vorgezogen worden. Er »gehört zu den genialsten Meistern in Bezug auf Schönheit seiner Arbeit, die diejenige der Italiener meist noch übertrifft«. Der helle Ton seiner Instrumente, im 18. Jahrhundert als »voce argentina« charakterisiert, zeichnet sich durch besondere Anmut und Weichheit aus. Dieser Klang der Stainer-Geige verkörperte geradezu das Streicherideal der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

  • Wildererleben

    Wildererleben

    Dokumentarfilm aus dem Jahr 1978

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    Tel: 0 676 / 84 05 32 700

    Die ersten Wilderer waren schon bei Jesus Christus. Haben die Apostel fürs Fischen einen Jagdschein gehabt ? Nein. Und warum nicht ? Weil das Wild eben allen gehört und unser gemeinsamer Besitz ist. So kommt’s eben zum Wildern …

    schon bei jesus christus? 
    »Die Erinnerung an jene längst vergangenen alten Zeiten, wo das Jagen ein Recht aller Bauern war, das keine Obrigkeit einschränkte, ist bis heute in manchen Gebirgsgegenden, vor allem in den Wildererzentren, lebendig geblieben.
    Was sich nicht wenige ›gestandene‹ Älpler über die Jagd heimlich denken, das drückt der ehemalige Wilderer F. A., er ist jetzt Aufsichtsjäger, mit Augenzwinkern aber auch mit gehörigem Pathos, so aus:
    ›Wem gehört denn das Wild? Das Wild gehört uns allen! Dass wir nicht das Geld haben, eine Jagd zu pachten, dafür können wir nichts und um den gleichen Pachtzins, den ein Jagdherr bezahlt, bekommen wir die Jagd sowieso nicht. Wer waren denn die ersten Wilderer ? Die ersten Wilderer waren schon bei Jesus Christus. Wie haben denn unsere Ahnen angefangen? Wie haben sie sich erhalten ? Von der Jagd. Dann sind die Mächtigen gekommen und haben gesagt: Weg, du armer Hund, weg, du darfst nichts haben.‹«
    ( Aus einer Reportage von Bert Breit )

    Wildererleben
    Dokumentarfilm aus dem Jahr 1978
    Dauer 51 Minuten

    Kamera Toni Peschke
    Ton Karl Höfler, Herbert Hager
    Schnitt Ulli Schwarzenberger, Michou Hutter
    Sprecher Axel Corti
    Buch, Regie und Musik Bert Breit

  • Dienstbotenleben

    Dienstbotenleben

    Ein Film von Bert Breit (1977)

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    Tel: 0 676 / 84 05 32 700

    Aus dem Drehbuch Vieles berichtet uns die Geschichte über die Taten der Großen, der Mächtigen, der Besitzenden. Weniges hörte man aber bisher über jene, die mit ihrer Hände Arbeit, unter Preisgabe ihrer Ge- sundheit, oft ihres Lebens die wesentliche Voraussetzung dafür schufen, dass die Großen Größe entfalten, die Besitzenden Reichtum sammeln konnten und so den Lauf der Geschichte bestimmten.

    bet’ und arbeit’ fleissig und treu Als Motto der 1877 erstmals erschienen Zeitschrift für Dienstboten mit dem Titel »Notburga« heißt es: »Bet’ und arbeit’ from, fleissig und treu – freundlich und fröhlich dabei«

    »Wir wissen wohl einiges über Bräuche, Sitten, Arbeits- und Lebensbedingungen der Bauern, fast nichts hingegen wissen wir über die Knechte und Mägde, die Fütterer, Rosser und Stadler, die Groß- und Kleindirn – über jenen Stand also, der von alters her bis in unser Jahrhundert herauf [= 20. Jahrhundert] den Großteil der bäuerlichen Arbeit auf Acker, Feld und Alm, im Wald, im Stall und auf dem Hof leistete.

    Dienstboten wurden oft zu kirchlichen Festen, Andachten und Prozessionen geschickt – stellvertretend für die Bauersleute, weil es wichtig war, dass jemand vom Haus am kirchlichen Leben teilnahm. Religiöse Gemeinschaften (Bünde, Vereine etc.) konnten Dienstboten aber kaum bilden, da die Kommunikationsmöglichkeiten fehlten.

    Die heute 70- bis 80-jährigen Dienstboten – jene also, die am Beginn unseres Jahrhunderts zu arbeiten begannen und den sozialen Aufstieg nicht geschafft haben, leben mit einer bescheidenen Rente, und wenn sie keine Kammer bei einem Bauern finden, kommen sie in Altersheimen unter. Charakteristisch für diese Rentner ist ihre Einsamkeit, ihre Isoliertheit und wer von ihnen es nicht fertigbringt, von der Erinnerung an die guten alten Zeiten zu zehren, wer Not, Leid und Entbehrungen, die er erlebt hat, nicht vergessen kann, hat bittere Worte für seine Lage …« (aus dem Drehbuch) Eintritt frei

    Dienstbotenleben
    Dokumentarfilm 1977
    Dauer 57 Minuten
    Kamera Christian Berger
    Buch und Regie Bert Breit


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
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