• Mit dem Hören spielt man nicht?

    Mit dem Hören spielt man nicht?

    SchülerInnenhörspiele

    Sa 18. und So 19. Jan
    von 14 bis 17 Uhr
    zu jeder vollen Stunde

    Schülerinnen und Schüler der Volksschule Absam-Dorf kommen seit zwei Jahren einmal im Semester ins Gemeindemuseum Absam, um selbst ein Hörspiel zu planen – dann zu sprechen, zu schreien oder zu singen und mit ihren Geräuschen oder ihrer Musik zu »komponieren«.

    Aber auch die Aufnahmen im Dachboden finden immer unter der strengsten technischen Leitung von zwei neun- oder zehnjährigen TonmeisterInnen statt. Vieles überlassen wir aber auch beruhigt dem Zufall.

    zufall

    Wir orientieren uns beim Hörspielmachen daher an einem Adler – dem Hörspielregisseur Walter Adler: »Ich hasse es, wenn Regisseure so tun, als wäre das fertige Hörspiel Ergebnis eines Plans … den sie dann Konzeption nennen , wo es doch nichts anderes ist als organisierter Zufall. Ich mag die Schauspieler, weil sie Sachen können und machen , die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kann.« Und das können Kinder ja auch sehr gut.

    eine stunde hörspiel

    Zehn Klassen haben so bisher fast eine Stunde Hörspiel aufgenommen. Hörfassungen von Ernst Jandls ottos mops, von Bert Brechts Was ein Kind gesagt bekommt sind entstanden und mehrere Kriminalhörspiele um entführte Katzen, den Treffpunkt Bettelwurf, das Fenster zum Hof und den Jockel, den der Bauer ausschickt

    auswahl

    An den beiden Nachmittagen haben Sie die Möglichkeit, ab 14 Uhr zu jeder vollen Stunde ausgewählte Ergebnisse dieser lautstarken Kooperation zwischen SchülerInnen und Museum zu hören.

    eintrittfrei

  • Die Deserteursgruppe im Vomperloch 1943 – 1945

    Die Deserteursgruppe im Vomperloch 1943 – 1945

    Oder die Zerstörung von Erinnerung

    Ein Themenabend mit dem Historiker Peter Pirker

    »Unendlich einsam und verlassen ist das Vomperloch. Keine Sennhütte, keine Schutzhütte lockte uns zur Rast, nur verschlossene Jagdhäuser gaben Zeugnis, daß selbst in diesem weltentrückten Winkel zeitweilig Menschen hausen. Erdrückend müßte die Einsamkeit, die starre Pracht der Felsen wirken … .«

    So beschrieb Heinrich von Ficker Ende des 19. Jahrhunderts das Vomperloch (Meisterbilder aus Tirols Alpenwelt. Wanderungen in Innsbrucks Bergen. 1910)

    »Fast unzugänglich dem Fuße des Menschen« – diese Eigenschaft des Vomperlochs nutzten zwischen Frühsommer 1943 und Kriegsende 1945 Wehrmachtsdeserteure, um sich dort der Verfolgung durch den NS-Apparat zu entziehen.

    Der Historiker Peter Pirker schreibt über die Bedeutung dieses Deserteurlagers: »Abgesehen vom Spezialfall der slowenischen Partisanen in Kärnten und neben [einer Gruppe] im Salzkammergut und einer Gruppe im Tiroler Ötztal handelte es sich wohl um eine der größten Deserteursgruppen in Österreich, die sich über viele Monate hinweg halten konnte und das Kriegsende unbeschadet erlebte.«

    Trotzdem weiß man bis heute wenig über die Männer, von denen sich manche monatelang in Erdlöchern vergraben dem Dienst in der Wehrmacht entzogen haben. Wenig weiß man aber auch über ihre Familienangehörigen, ohne deren Unterstützung und Fluchthilfe das Überleben im Verborgenen nicht möglich gewesen wäre.

    Nur kurz nach der Befreiung 1945, als es darum ging, den Alliierten gegenüber den Tiroler Widerstand prominent darzustellen, wurden die Deserteure im Vomperloch noch als »heimattreue österreichische Soldaten, die sich vom Hitler-Krieg losgesagt hatten« in der Broschüre »Kampf um Tirol. Entscheidende Taten zur Befreiung Innsbrucks im Frühjahr 1945« erwähnt.

    Das sich in der österreichischen Nachkriegsgesellschaft mit rasender Geschwindigkeit ausgebreitete Vergessen der NS-Zeit ließ für die Erinnerung an die wenigen, die sich aktiv dem Dienst in der deutschen Wehrmacht entzogen hatten, keinen Platz: rasch wurden sie so zu geächteten »Fahnenflüchtigen« und »Verrätern«.

    Peter Pirker hat im Jahr 2002 mit einem Mitglied der Deserteursgruppe im Vomperloch ein langes Interview geführt und wird die Ergebnisse seiner Recherchen vorstellen.

  • Es begann mit F-U-N

    Es begann mit F-U-N

    100 Jahre Kreuzworträtsel – Ein Vortrag

    Am 21. Dezember 1913 erschien in der Sonntagsausgabe der »New York World« das erste Kreuzworträtsel der Welt.

    Das Rätsel eroberte binnen kürzester Zeit hunderte Zeitungen und Zeitschriften – und verbreitete sich bald darauf in zig Ländern. Sein Erfinder, Arthur Wynne, erklärte bescheiden: »Alles, was ich gemacht habe, war, eine Idee, die so alt ist wie die Sprache selbst, zu benutzen und nur durch die Einführung von schwarzen Feldern zu modernisieren.«

    Die Sprache als Kettenreaktion ist bis heute aktuell: Jedes ausgefüllte Feld erleichtert die Aktivierung des nächsten, bis am Ende alles immer klarer wird.

    So quälend kryptisch sie auch seien, das Beruhigende an Kreuzworträtseln ist, dass mit Sicherheit eine Lösung existiert.

    Bei echten Schachpartien hingegen, in der Kunst und im Leben gibt es oft keine Lösung. Und man erst weiß, ob es eine gibt, wenn man sie gefunden hat. Am Ende können Sie selbt ein Kreuzworträtsel erstellen.

    Samstag, 4. Januar
    Sonntag, 5. Januar
    Montag, 6. Januar
    jeweils 16 Uhr


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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