• Kurzfristig obsiegte die Willkür

    Kurzfristig obsiegte die Willkür

    Der Fall Larcher 1973

    Wie 1973 mit der Entlassung einer Lehrerin die sittliche Sauberkeit in Absam für ganz Tirol gerettet wurde.

    Am 6. Juni 1973 ist Dr. Agnes Larcher innerhalb von 48 Stunden ihre Stelle als Vertragslehrerin an der Hauptschule Absam los.

    Sie wollte mit ihren 36 Schülerinnen das Theaterstück »Stallerhof« von Franz Xaver Kroetz lesen. Diese »Auflösung eines Dienstverhältnisses mit sofortiger Wirkung« an der Hauptschule Absam innerhalb kürzester Zeit zuerst in Tirol, dann in Österreich und schließlich auch in Deutschland als »Fall Larcher« bekannt sein.

    Der Spiegel und Die Zeit beschäftigen sich damit. 33 Gutachten werden geschrieben …

    Gelesen haben Rainer Egger, Johann Nikolussi und Hannah Schwaiger.

  • Höhlen – Bären – Halltal

    Höhlen – Bären – Halltal

    Vor rund 40 Jahren hat Reinhard Federspiel aus Absam in einer Höhle im Halltal Knochen, Knochenreste und Zähne gefunden. 2019 publizieren Christoph Spötl, Universitätsprofessor für Geologie in Innsbruck, und Martina Pacher, Paläontologin in Wien, die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das sich mit diesem Fund beschäftigt hat. Die Untersuchungsergebnisse zeigen: es handelt sich um ca. 40.000 Jahre alte Spuren des Lebens im Halltal.

  • zwischen alpen und welt

    zwischen alpen und welt

    mittwoch 13. mai 20 uhr
    gemeindemuseum absam
    eintritt frei
    PDF Einladung herunterladen

    Während seiner Bergtouren auf den Absamer Hausberg schrieb Ernst Holzhammer in 34 Jahren eine nachdenklich heitere Kurzgedichtesammlung mit dem Titel »Die Seele im Berg: Hochmahd-Impressionen«. Der Autor meint dazu im Vorwort: »Dieses herzerfrischende mit philosophischen, ja gesellschaftskritischen Kernbotschaften versehene Werk sollte in keinem Rucksack fehlen.« Ganz aktuell ist ein ganz anderer Band von Ernst Holzhammer. Seine Sammlung mit dem Titel »Eine poetische Reise auf den Flügeln der Liebe« dokumentiert mehr als 300 literarische Zeugnisse eines Paares, das sich gefunden hat. Beinahe täglich schreiben sich die Eheleute kleine Notizen und Zettelchen zum Tagesbeginn. Es lesen Gerd Jenewein und Matthias Breit

    Die Klarinettistin Katharina Runggatscher und der Akkordeonist Lukas Duregger widmen sich der klanglichen Vielfalt ihrer Instrumente und gestalten Programme, die Tradition mit neuen Perspektiven verbinden. Im Zusammenspiel entsteht ein facettenreicher Klang zwischen feiner Kammermusik, alpenländischer Volksmusik und internationalen Einflüssen. Warme Klangfarben, rhythmische Energie und fein abgestimmte Arrangements prägen den musikalischen Dialog des Duos. Ihr Repertoire spannt einen Bogen von Tango und Klezmer über klassische Werke und französische Musik bis hin zur Volksmusik. 

  • Remember Theresia Monz und Josef Hundegger

    Remember Theresia Monz
    und Josef Hundegger

    Theresienkirche auf der Hungerburg
    Dienstag 27. Jänner 2026
    19.30 Uhr

    Landesmuseum Ferdinandeum
    Gemeindemuseum Absam
    PDF-Einladung herunterladen …

    gedenken …

    Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Jänner 2026 veranstalten die Tiroler Landesmuseen und das Gemeindemuseum Absam in der Theresienkirche auf der Hungerburg einen Abend in Erinnerung an die Jenische Theresia Monz und an den Landarbeiter und Arzler Schützen Josef Hundegger, zwei bisher in Tirol kaum beachtete Opfer der NS-Verfolgung.

    weiterlesen …

    theresia monz

    Theresia Monz aus Hall wurde als Jenische ins KZ deportiert. Sie hat die Haft in Ravensbrück und Auschwitz überlebt und war eine der wenigen, die aus der »Schutzhaft« im KZ entlassen wurde. Sie hat 1943 in der Theresienkirche auf der Hungerburg – bis heute öffentlich zugänglich – für ihre Entlassung nach 32 Monaten KZ-Haft auf einer der zahlreichen dort angebrachten Votivfliesen gedankt.

    josef hundegger

    Die Historikerin Gisela Hormayr berichtet über das Wenige, was man von Josef Hundegger weiß: »Am 12. November 1939 verhaftete die Gestapo den Hilfsarbeiter Josef Hundegger aus Arzl bei Innsbruck wegen der ›Verbreitung von Greuelnachrichten‹. Bereits im Sommer 1939 hatte Hundegger einige Wochen im Polizeigefängnis verbracht.« Hundegger war in Arzl als Gegner der Nationalsozialisten bekannt und ein Konflikt mit dem Ortsgruppenleiter war eskaliert, als er sich als Mitglied der Arzler Schützenkompanie dafür einsetzte, die Fronleichnamsprozession im Ort wie gewohnt unter Beteiligung der Schützen abzuhalten. Ab dem 6. April 1940 war Hundegger als Schutzhäftling Nr. 2.397 im KZ Flossenbürg an der tschechischen Grenze registriert. Er überlebte die Arbeitseinsätze und Haft nur zwei Jahre. Der Lagerarzt meldete am 9. Mai 1942 seinen »natürlichen Tod« durch Herzschwäche im Krankenbau des Lagers.

    programm

    Vertontes Dokument »Nachlass mit Schreiben vom 13.5.1942 an Stapo Innsbruck« mit Xaver Schutti (Trompete), Johann Nikolussi und Sophie Wendt

    Impuls in der Theresienkirche zu Theresia Monz und zur Verfolgung von Jenischen im Nazismus

    Eintritt frei


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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