• Alte Ansichten von Absam

    Alte Ansichten von Absam

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    Recheis-Brot in der Fanggasse, ein Gemischtwarengeschäft dort, wo heute nur noch Autos parken, spielende Kinder mitten in der Dörferstraße, Frauen am Eingang zum Königsberg im Halltal …

    Alte Fotos sind keine Fenster in die Vergangenheit, sondern Stolpersteine in der Gegenwart. Sie zeigen nicht nur, wie es war, sondern zwingen uns zu fragen, warum wir heute anders oder erschreckend ähnlich sind. In ihren Kratzern, Unschärfen und steifen Posen steckt mehr Wahrheit als in tausend hochauflösenden Bildern:

    Sie erinnern uns daran, dass Geschichte nicht abgeschlossen ist, sondern nur schlecht belichtet weiterläuft. Ergänzt werden die alten Aufnahmen mit Inseraten von Firmen und Geschäften, die einst den Wirtschaftsstandort Absam ausgemacht haben.

  • keinweihnachtskonzert 
sax

 and cello

    keinweihnachtskonzert sax and cello

    yvonne moriel und sophie abraham

    20. dezember 20 uhr
    gemeindemuseum absam
    eintritt frei

    yvonne moriel – saxophone
    sophie abraham – cello, voice

    reservierung erbeten:
    0676 / 84 05 32 700 oder mats.breit@mac.com

    Für viele ist Weihnachten das Fest, bei dem man mit Garantie vor Überraschungen verschont bleibt: Der gleiche Baum, die gleichen Lieder, dieselben Speisen, dieselben Sätze (»Heuer schenken wir uns aber wirklich nichts«), die gleichen Preissteigerungen beim Glühwein … die einzige Überraschung jedes Jahr zu Weihnachten ist jedoch die sich mit an Monotonie grenzender Sicherheit einstellende Beruhigung des Gewissens …  Wenn Sie vier Tage vor »dem Fest« noch Zeit und Lust auf andere Überraschungen haben, dann sind Sie herzlich zu unserem Keinweihnachtskonzert mit Yvonne Moriel und Sophie Abraham eingeladen.

    Stichworte sind progressive   post classical genre fluid cello saxophon stimme electronics

    Die beiden vielfach ausgezeichneten Musikerinnen Yvonne Moriel und Sophie Abraham trafen 2024 bei einer experimentellen Underground-Konzertreihe in einem freien Duo-Set zum ersten Mal aufeinander. Die Kombination aus Sopransaxophon und Cello sowie die unterschiedlichen musikalischen Einflüsse der beiden Künstlerinnen verbanden sich dabei so gut, dass sie beschlossen, ein gemeinsames Konzertprogramm auszuarbeiten. Sie stehen dabei abwechselnd solistisch und im Duo mit viel Liebe fürs Detail und großer Virtuosität auf der Bühne.

    eintrittfrei

  • fahrrad exkursion

    fahrrad exkursion

    thema: desertion und befreiung
    ziel: hinrichtungsstätte der wehrmacht
    im steinbruch paschberg innsbruck
    beschränkte teilnehmerzahl 
    anmeldung erforderlich:
    0676 / 84 05 32 700 oder mats.breit@mac.com

    Zum 8. Mai, dem Internationalen Tag der Befreiung:

    Am 8. April 1945, einen Monat vor der Befreiung vom Nazismus, berichtete die Sunday Times in London über die Partisanengruppe eines Freiheitskämpfers aus Innsbruck.

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    Der im Artikel genannte Eduard Plattner war einer jener jungen Innsbrucker Deserteure, die bereits seit Anfang Jänner 1945 zur Fahndung ausgeschrieben waren. Auf Schutz- und Almhütten, in Hotels und Gasthäusern in und um Innsbruck suchte der NS-Verfolgungsapparat nach ihnen und ihren Unterstützerinnen. Für ihre Ergreifung waren 2000 Reichsmark Belohnung ausgesetzt. Die Fahndung endete mit der Erschießung von Alois Eberharter in Pradl und der Festnahme von Eduard Plattner, Armin Kofler, Karl Lechner und weiteren 29 Personen, darunter 15 Frauen. Das Gericht der Division 418 in Innsbruck klagte Plattner, Lechner und Kofler an und verurteilte sie am 8. Februar 1945 wegen »gemeinschaftlicher Fahnenflucht im Felde und wegen schweren Raubes als Gewaltverbrecher« zum Tod.

    Eine zentrale Figur dieser Gruppe war Ernst Federspiel, der bereits im April 1943 erstmals desertiert war und bis Herbst 1944 eine ganze Reihe von Festnahmen und gelungenen Fluchten überlebt hatte. Stets hatten ihn dabei seine Eltern – sie kannten als KPÖ-Mitglieder die Illegalität bereits aus dem Austrofaschismus – und Geschwister, Verwandte und Bekannte unterstützt. Im November 1944 gründete er mit Jugendfreunden aus Pradl die Deserteursgruppe, die sich über Wochen erfolgreich verstecken konnte. Eine wichtige Rolle dabei spielten die beiden Kriminalbeamten Alois Kuen und Josef Heiss, die auch die Deserteure im Vomperloch lange vor Verfolgung schützten. Ernst Federspiel wurde erst am 14. März 1945 verhaftet und einen Monat später zum Tode verurteilt. Ein Exekutionskommando der Wehrmacht erschoss ihn am 21. April 1945, elf  Tage vor der Befreiung Innsbrucks, im Steinbruch am Paschberg. Im Gegensatz zur nahen, liebreizend gepflegten soldatischen Landesgedächtnisstätte Tummelplatz erinnert am Paschberg bis heute nichts an die dort zwischen 1940 und 1945 Hingerichteten. Nur ein illegaler Bike Trail führt daran vorbei … 

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GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
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