• das mädchen von spinges

    das mädchen von spinges

    Vortrag der Historikerin
    Margareth Lanzinger
    Freitag 19. Juni 20 Uhr
    Gemeindemuseum Absam

    PDF-Einladung herunterladen …

    Katharina Lanz ist in Tirol ein Emblem, auf das sich alles projizieren lässt, was das Land gerne über sich selbst erzählen möchte: Mut, Opferbereitschaft, Wehrhaftigkeit, Gottesfurcht etc. Dieses »Mädchen von Spinges« steht wie kaum eine andere Gestalt für den alpenländischen Heroismus, den Tirol seit dem 19. Jahrhundert mit fast religiöser Beharrlichkeit produziert. Dass dabei historische Genauigkeit oft hinter symbolische Verwertbarkeit zurücktritt, gehört zum Wesen solcher Held(inn)enlegenden.

    mit mistgabel auf friedhofsmauer

    Im Jahr 1797 soll die junge Katharina Lanz bei einem Gefecht, das gerne zur »Schlacht von Spinges« veredelt wird, mit einer Mistgabel französische Soldaten zurückgeschlagen und die Tiroler Verteidiger angeführt haben. Ob sie tatsächlich in jener heroischen Form kämpfte, wie spätere Darstellungen behaupteten, bleibt fraglich. Zeitgenössische Quellen sind kaum vorhanden, die späteren Ausschmückungen waren dafür umso üppiger. Das Entscheidende ist ohnehin nicht die Realität der Katharina Lanz:

    Tirol brauchte Heldinnen, aber nur eine bestimmte Art von ihnen. Denn die Geschichte Tirols kennt auffallend viele kämpfende Frauenfiguren. Frauen, die Gewehre tragen, Fahnen schwingen, Barrikaden verteidigen oder Verwundete aus dem Feuer ziehen. Aber diese Frauen waren fast immer nur »nützliche Heldinnen«. Sie durften Symbol sein, solange sie Ausnahmen blieben. Sie durften inspirieren, solange sie keine Konsequenzen für die Gegenwart verlangten. Die kämpfende Frau ist in Tirol willkommen … bevorzugt als Denkmal.

    Margareth Lanzinger ist Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 16. bis 19. Jahrhunderts an der Universität Wien. 2021 hat sie zusammen mit Raffaella Sarti das Buch Eine Löwin im Kampf gegen Napoleon? Die Konstruktion der Heldin Katharina Lanz herausgebracht. Sie wird in ihrem Vortrag neben der Konstruktion der Legende vom »Mädchen von Spinges« auch auf die Erinnerungsmaschinerie und ihre Funktionsweise eingehen: Wie kommt sie in Gang und wie wird sie am Laufen gehalten …

    eintrittfrei

  • Absam in Hall – eine Führung

    Absam in Hall – eine Führung

    Aufgrund des großen Interesses wird die Führung am Samstag, 13. Juni um 15 Uhr wiederholt.

    Anmeldung bis Donnerstag. 11. Juni erforderlich:
    0676 / 84 05 32 700 oder mats.breit@mac.com 

    Treffpunkt Unterer Stadtplatz in Hall beim Würstelstandel

    PDF Einladung herunterladen

    Am Samstag, 13. Juni veranstaltet das Gemeindemuseum Absam eine Spurensuche mit dem Titel „Absam in Hall“, denn das Dorf hat zahlreiche Spuren in seiner Nachbarstadt hinterlassen.

    Die Barbarasäule, der Baubach, der am Haller Frauentor in die Ritsche geflossen ist, das Absamer Tor in der Stadmauer … Das sind nur drei „Absamer“ Orte bzw. Themen, die bei der Führung durch Hall behandelt werden.

    Teilnahe kostenfrei

  • Ausstellungsbesuch 
Arthur Salner

    Ausstellungsbesuch Arthur Salner

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    Treffpunkt Nicht-RadlerInnen
    Samstag 16 Uhr im
    Rabalderhaus Schwaz
    Martin-Wintersteller-Gasse 9

    Anmeldung bis Donnerstag 28. Mai erforderlich:
    0676 / 84 05 32 700 oder mats.breit@mac.com 

    Der 1956 in Galtür geborene und in Innsbruck lebende Künstler Arthur Salner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den raumkonstituierenden Möglichkeiten der Malerei. Das Rabalderhaus Schwaz hat ihm bereits 2002 eine Ausstellung gewidmet. Die aktuelle –  zum 70. Geburtstag des Künstlers – knüpft an die damals gezeigten Arbeiten an und dokumentiert sein Schaffen bis heute.

    Das Hauptaugenmerk dabei liegt auf seinen Raumbildern, die als dreidimensionale Objekte umrundet werden können oder als Wandbilder ausgeführt sind. Darin erweist sich Salner als Virtuose dessen, was sein gesamtes bisheriges Schaffen auszeichnet, nämlich der subtile Umgang mit Fläche, Raum und Farbe. Darüber hinaus sind in Schwaz auch seine in den letzten Jahren vollzogene geometrische Annäherung an den menschlichen Körper sowie drei großformatige graphische Arbeiten zu sehen.

    Arthur Salner

    Geboren 1956 in Galtür 1975 – 77 Studium der Germanistik an der Universität Innsbruck 1977 – 1979 Studium der Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Melcher 1997 Österreichisches Staatsstipendium für Bildende Kunst 2000 Großes Stipendium für Bildende Kunst des Landes Tirol 2002 Projekt Memento zur Lawinenkata-strophe in Galtür 1999 ( Neugestaltung 2009 ) www.arthursalner.at

    teilnahme kostenfrei

  • born to be wild

    born to be wild

    Dass Sportgeschichte weit mehr als Bestweiten, Bestzeiten und Heldenlegenden umfasst, sondern auch Gesellschaftsgeschichte sein kann, zeigen beispielhaft die frühen Motorradrennen in Tirol.

    Im Halltal, am Zirlerberg und auf der Straße nach Igls sind ab Mitte der 1920er Jahre nämlich auch immer wieder Frauen auf modernen Motorrädern Rennen gefahren. Eine von ihnen, Emmy Grassmayr aus Innsbruck, hat ihre kurze Karriere im Juli 1925 beim Salzbergrennen im Halltal begonnen.

    Gelesen hat Johann Nikolussi, Musik von Bert Breit.


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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