• Remember Theresia Monz und Josef Hundegger

    Remember Theresia Monz
    und Josef Hundegger

    Theresienkirche auf der Hungerburg
    Dienstag 27. Jänner 2026
    19.30 Uhr

    Landesmuseum Ferdinandeum
    Gemeindemuseum Absam
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    gedenken …

    Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Jänner 2026 veranstalten die Tiroler Landesmuseen und das Gemeindemuseum Absam in der Theresienkirche auf der Hungerburg einen Abend in Erinnerung an die Jenische Theresia Monz und an den Landarbeiter und Arzler Schützen Josef Hundegger, zwei bisher in Tirol kaum beachtete Opfer der NS-Verfolgung.

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    theresia monz

    Theresia Monz aus Hall wurde als Jenische ins KZ deportiert. Sie hat die Haft in Ravensbrück und Auschwitz überlebt und war eine der wenigen, die aus der »Schutzhaft« im KZ entlassen wurde. Sie hat 1943 in der Theresienkirche auf der Hungerburg – bis heute öffentlich zugänglich – für ihre Entlassung nach 32 Monaten KZ-Haft auf einer der zahlreichen dort angebrachten Votivfliesen gedankt.

    josef hundegger

    Die Historikerin Gisela Hormayr berichtet über das Wenige, was man von Josef Hundegger weiß: »Am 12. November 1939 verhaftete die Gestapo den Hilfsarbeiter Josef Hundegger aus Arzl bei Innsbruck wegen der ›Verbreitung von Greuelnachrichten‹. Bereits im Sommer 1939 hatte Hundegger einige Wochen im Polizeigefängnis verbracht.« Hundegger war in Arzl als Gegner der Nationalsozialisten bekannt und ein Konflikt mit dem Ortsgruppenleiter war eskaliert, als er sich als Mitglied der Arzler Schützenkompanie dafür einsetzte, die Fronleichnamsprozession im Ort wie gewohnt unter Beteiligung der Schützen abzuhalten. Ab dem 6. April 1940 war Hundegger als Schutzhäftling Nr. 2.397 im KZ Flossenbürg an der tschechischen Grenze registriert. Er überlebte die Arbeitseinsätze und Haft nur zwei Jahre. Der Lagerarzt meldete am 9. Mai 1942 seinen »natürlichen Tod« durch Herzschwäche im Krankenbau des Lagers.

    programm

    Vertontes Dokument »Nachlass mit Schreiben vom 13.5.1942 an Stapo Innsbruck« mit Xaver Schutti (Trompete), Johann Nikolussi und Sophie Wendt

    Impuls in der Theresienkirche zu Theresia Monz und zur Verfolgung von Jenischen im Nazismus

    Eintritt frei

  • Die Deserteursgruppe im Vomperloch 1943 – 1945

    Die Deserteursgruppe im Vomperloch 1943 – 1945

    Führung

    Samstag, 31. Jänner 2026
    15 Uhr
    Gemeindemuseum Absam

    1943: An sämtlichen Kriegsschauplätzen ging das Gesetz des Handelns 1943 an die Alliierten über.

    Am 10. Juli 1943 landeten amerikanische und britische Truppen in Sizilien.

    Bereits im Februar hatte Joseph Goebbels den »Totalen Krieg« verordnet: Diese totale Militarisierung der Gesellschaft hob die Unterscheidung zwischen Heimat und Front auf.

    April 1943

    Im April 1943 versteckten mutige Einheimische den ersten Verweigerer aus Gnadenwald im Vomperloch. Im Juli und September folgten drei weitere junge Soldaten, die nicht mehr in diesen Totalen Krieg zurückkehren wollten.

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    Josef Innerebner, der im Oktober 1944 statt an die Front zu den Deserteuren im Vomperloch ging, erklärte dazu: »Ich verstehe nicht, warum ich Menschen erschießen gehen soll, die mir nicht im Wege sind.«

    UnterstützerInnen

    Die Produktionsmittel und die Arbeitskraft der Zivilbevölkerung, der Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge wurden Bestandteil des Kriegsapparates.

    Eine Dienstverpflichtung für »Aufgaben der Reichsverteidigung« wurde erlassen, die Männer vom 16. bis zum 65. und Frauen vom 17. bis zum 45. Lebensjahr einschloss und die Arbeitszeit auf bis zu 14 Stunden verlängerte. Mit der steigenden Zahl von im Vomperloch »Vergrabenen« stiegen die Gefahren für ihre Unterstützer in Gnadenwald und Umgebung, denn die Deserteure mußten ja durch eine geheime äußere Organisation abgeschirmt und verpflegt werden.

    Die fahnenflüchtigen Soldaten waren selbstverständlich zur Fahndung ausgeschrieben. Zeitweise wurden die Elternhäuser der abgängigen Soldaten auch überwacht.

    Im Frühjahr 1945 war das Vomperloch dann auch Versteck für zahlreiche andere, die sich in den letzten Tagen des Krieges dem Zugriff des NS-Verfolgungsapparats entziehen mussten.

    Eintritt frei

  • 5 Führungen am Vierundzwanzigsten

    5 Führungen am Vierundzwanzigsten

    stündlich von 16 bis 20 Uhr

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    Für alle, die am 24. Dezember alleine sind oder bleiben wollen oder mit dem festlichen Treiben wenig anzufangen wissen, bieten wir am Mittwoch ab 16 Uhr stündlich Wunsch-Führungen im ganzen Haus an: Ob der sensationelle Gottfried-Kirchbichler-Film, die Eröffnung der Europabrücke, ob die Kulturgeschichte des Rodelns, die Geschichte des Missionshaus, der Skisport in Absam auf Melans und am Stempeljoch … das Angebot ist thematisch umfangreich und zu Weihnachten haben Sie sogar im Museum einen Wunsch frei oder lassen den Zufall in Form des Schaumstoffwürfels über das Thema entscheiden.

    Letzte Führung um 20 Uhr und um 21 Uhr ist dann Schluss.

    eintrittfrei


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 19.30 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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