mit dem geologen
univ. prof. christoph spötl
samstag 19. september 15 uhr
abfahrt vom gemeindemuseum
anmeldung bis 14. september
0676 / 84 05 32 700 oder mats.breit@mac.com
Einladung als pdf-datei herunterladen
Die Baumkirchner Bändertone in der ehemaligen Tongrube Baumkirchen zählen zu den bedeutendsten Umweltarchiven des Alpenraums. Die fein geschichteten Sedimente wurden in einem fjordartigen Stausee im Inntal abgelagert und dokumentieren die Umwelt- und Klimageschichte der letzten Eiszeit über einen Zeitraum von etwa 77.000 bis 33.000 Jahre vor heute. Besonders wertvoll ist dieses Archiv, weil die jährlichen bis saisonalen Sedimentschichten eine außergewöhnlich hochauflösende Rekonstruktion vergangener Klimaschwankungen ermöglichen.
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tiefenbohrung
Durch zwei bis zu 250 Meter tiefe Bohrungen der Universität Innsbruck konnten diese außergewöhnlichen Sedimentfolgen detailliert untersucht und die bisher bekannte Ablagerungsgeschichte Tirols deutlich erweitert werden. Analysen von Pollen, organischen Resten und weiteren Klimaindikatoren liefern Informationen über die damalige Vegetation, die hydrologischen Verhältnisse sowie die Reaktion des Alpenraums auf großräumige Klimaveränderungen.
klimaveränderungen
Aufgrund ihrer Mächtigkeit, ihres gut dokumentierten Alters und ihrer Fossilien stellen die Baumkirchner Bändertone einen der wichtigsten eiszeitlichen Forschungspunkte der Alpen dar und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis abrupter Klimaveränderungen während der letzten Eiszeit.
christophspötl
Der aus Hall stammende Geologe Univ. Prof. Christoph Spötl war maßgeblich an den wissenschaftlichen Untersuchungen der Baumkirchner Bändertone beteiligt. Er leitete ein Forschungsprojekt der Universität Innsbruck, bei dem bis zu 250 m lange Bohrkerne aus den Ablagerungen dieses einstigen großen Tiroler Sees ausgewertet wurden. Christoph Spötl wird die Exkursion leiten.






