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Baumwollspinnerinnen der Fa. Herrburger & Rhomberg, Absam

1847 ist die jüngste Arbeiterin in der Absamer Textilfabrik gerade 12 Jahre alt.
In den folgenden Jahrzehnten werden aber auch 10-jährige Mädchen bis zu 13 Stunden an den Spinnmaschinen arbeiten.
Die ab 1800 auch in Österreich gebauten Fabriken brauchen keine qualifizierten Arbeitskräfte. Im Gegenteil, je besser ein Betrieb mit Maschinen ausgestattet war, desto eher wurden Frauen und Kinder als billige Anlern-Arbeitskräfte eingesetzt.

Arbeitserziehung

Aber schon der absolutistische Staat des 18. Jahrhunderts war ein Freund und Förderer der Kinderarbeit. Noch vor der Einführung der Schulpflicht etabliert Maria-Theresia – heute oft als »wahre Mutter des Volkes« verklärt – ein System der Arbeitserziehung: In Spinnschulen sollten die zunehmend verarmenden Untertanen ( Bettler- und Landstreicher»unwesen«) zur modernen Arbeit in der Fabrik erzogen werden. Die harte Arbeit in den Manufakturen und später dann in den Fabriken war begleitet von einer »pädagogischen« Rechtfertigung: Fabriksherren sahen sich als Wohltäter und Menschenfreunde, da sie mit ihren Frauen- und Kinder-Arbeitsplätzen ein Leben jenseits von »Müssiggang« und »Laster« garantierten.

Fabrikkinder

Damit war eine moralische Position formuliert, die noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Verhältnisse garantierten, in denen »Fabrikkinder« selbstverständlicher Teil der »Fabrikspopulation« waren. Noch die Berichte der Gewerbeinspektoren, die es in Tirol erst seit 1883 gibt, dokumentieren das Ausmaß der Kinderarbeit:

In einer Seidenspinnerei arbeiteten unter 14-jährige Mädchen täglich 10,5 Stunden und in der Zündholzherstellung waren schon sechsjährige Kinder eingesetzt …

Gruppenfoto, bez. Tafel »Baumwoll-Spinn & Weberei
Firma: Innsbrucker Spinnfb.
Herrburger & Rhomberg
Absam
1904
1847 ist die jüngste Arbeiterin in der Absamer Textilfabrik gerade 12 Jahre alt.
In den folgenden Jahrzehnten werden aber auch 10-jährige Mädchen bis zu 13 Stunden an den Spinnmaschinen arbeiten.
Die ab 1800 auch in Österreich gebauten Fabriken brauchen keine qualifizierten Arbeitskräfte. Im Gegenteil, je besser ein Betrieb mit Maschinen ausgestattet war, desto eher wurden Frauen und Kinder als billige Anlern-Arbeitskräfte eingesetzt.

Arbeitserziehung

Aber schon der absolutistische Staat des 18. Jahrhunderts war ein Freund und Förderer der Kinderarbeit. Noch vor der Einführung der Schulpflicht etabliert Maria-Theresia – heute oft als »wahre Mutter des Volkes« verklärt – ein System der Arbeitserziehung: In Spinnschulen sollten die zunehmend verarmenden Untertanen ( Bettler- und Landstreicher»unwesen«) zur modernen Arbeit in der Fabrik erzogen werden. Die harte Arbeit in den Manufakturen und später dann in den Fabriken war begleitet von einer »pädagogischen« Rechtfertigung: Fabriksherren sahen sich als Wohltäter und Menschenfreunde, da sie mit ihren Frauen- und Kinder-Arbeitsplätzen ein Leben jenseits von »Müssiggang« und »Laster« garantierten.

Fabrikkinder

Damit war eine moralische Position formuliert, die noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Verhältnisse garantierten, in denen »Fabrikkinder« selbstverständlicher Teil der »Fabrikspopulation« waren. Noch die Berichte der Gewerbeinspektoren, die es in Tirol erst seit 1883 gibt, dokumentieren das Ausmaß der Kinderarbeit:

In einer Seidenspinnerei arbeiteten unter 14-jährige Mädchen täglich 10,5 Stunden und in der Zündholzherstellung waren schon sechsjährige Kinder eingesetzt …


GemeindeMuseumAbsam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Freitag 18 – 20 Uhr
Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

Information und Führungen
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0 676 / 84 05 32 700
kontakt@absammuseum.at

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